12.08.2008 |
Segelfliegen, Teil 4WeltmeisterschaftWussten Sie schon, ...
… dass man auf Segelflugplätzen häufig einen "Leporello" benutzt, um nach dem Start eines Fliegers das Seil zum Startplatz zurückzuholen? Der Ausdruck stammt aus der Anfangszeit der Seilwinden, als oft betagte Autos der Marke Opel zu diesem Zweck benutzt wurden. Wenn man "Oller Opel" rückwärts liest oder spricht, ergibt das - Leporello.
… dass Alexander Lippisch und Gottlob Espenlaub, zwei Segelflugpioniere und -konstrukteure der ersten Stunde, in ihren Anfangszeiten ganzjährig auf der Wasserkuppe wohnten? Sie hielten sich nicht mit Wohnkomfort und übertriebener Hygiene auf, sondern wohnten auch im Winter in einem Zelt, ernährten sich größtenteils von Wurst und Quellwasser – und bastelten an ihren Fluggeräten. Lippisch war beispielsweise später in Deutschland und den USA an der Entwicklung vieler wegweisender Prototypen beteiligt.
… dass Saufen beim Segelfliegen praktisch an der Tagesordnung ist? Selbstverständlich ist hier nicht von übermäßigem Alkoholgenuss die Rede - vielmehr steht der Ausdruck in der Fliegersprache für ein schnelles Sinken des Flugzeugs.
… dass der Segelflugplatz in Lüsse eher "zufällig" wiederentdeckt wurde? Auf der Suche nach einem geeigneten Gelände stießen Mitglieder des aktuellen WM-Ausrichters FCC Berlin auf eine alte englische Fliegerkarte, auf welcher der Platz verzeichnet war. Der Club richtete den Flugplatz her, und 2008 starten hier die besten Segelflieger der Welt.