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Segelfliegen für Einsteiger

Starten
Sofern ein Segelflugzeug nicht über einen eigenen Antrieb verfügt, müssen die Flieger mit fremder Hilfe in die Luft gebracht werden, bevor sie eigenständig weiterfliegen können. Der Segelflieger wird dabei z. B. per Seilwinde oder sogar von einem Auto gezogen, bis er Höhe gewinnt. Am komfortabelsten ist es aber, im Schlepptau eines Motorflugzeugs in die Luft zu gehen - und das werden auch die Teilnehmer bei der Segelflug WM in Lüsse größtenteils tun, wobei einige Flugzeuge auch über Hilfsmotoren verfügen.

Fliegen
Das Schleppseil wird ausgeklinkt, nachdem das Segelflugzeug auf eine bestimmte Höhe gebracht wurde. Von nun an fliegt es im Gleitflug auf einer leicht abwärts geneigten Flugbahn. Um Höhe zu gewinnen, nutzt der Pilot die Thermik: Durch Sonneneinstrahlung erwärmte Luft steigt nach oben, und durch Kreisen innerhalb des Aufwindes steigt der Flieger. So kann das Flugzeug lange in der Luft bleiben und große Strecken zurücklegen. Segelflieger können zudem beispielsweise auch Hang-Aufwinde nutzen, die entstehen, wenn Wind auf einen Berghang trifft.

Landen

Wenn der Segelflieger sich im leicht abwärts geneigten Flug befindet, kann er sich langsam der Landebahn nähern. Lässt die Thermik nach, bevor der Pilot den Flugplatz erreichen kann, legt er eine so genannte "Außenlandung" hin, d. h. er sucht sich eine geeignete Landefläche auf einer Wiese oder einem Acker. Auch darauf werden die Piloten während der Ausbildung für die Segelflug-Lizenz vorbereitet.

Wettkämpfe
Bei den Wettkämpfen im Streckensegelflug geht es zunächst einmal darum, eine bestimmte vorgegebene Strecke so schnell wie möglich zurückzulegen. Dabei werden verschiedene Flugzeugklassen getrennt bewertet. Bei der WM in Lüsse starten die Flieger in der 15- und 18-Meter sowie in der Offenen Klasse.

Beim so genannten "Racing Task" fliegen die Piloten zwei oder mehrere Wendepunkte in einer bestimmten Reihenfolge an – der Schnellste siegt. Welchen Flugweg der Pilot nimmt und wann genau er startet, kann er innerhalb eines gewissen Zeitfensters selbst entscheiden. Daher spielt nicht nur fliegerisches Können eine Rolle, sondern auch die Einschätzung des Wetters und taktische Überlegungen. Dass die Flugstrecke wie vorgegeben zurückgelegt wird, wird per GPS überwacht.

Daneben gibt es auch Geschwindigkeits- und Kunstflugwettbewerbe sowie seit 2001 die Segelflug Bundesliga. Und natürlich gibt es auch Bestmarken. So liegt zum Beispiel der Höhenweltrekord mit einem Segelflugzeug bei fast 16.000 Metern, der Streckenweltrekord bei über 3.000 Kilometern.
 
 
 
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